Falsches Schönheitsideal: Der Ekel vorm Essen

Rund 21.9 Prozent der Mädchen in Deutschland im Alter von 11 bis 17 Jahren leidet unter Erkrankungen wie Bulimie und Anorexie. Beides sind schwere Erkrankungen die im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme stehen. Wenngleich beide Krankheiten durchaus auch als Essstörungen bezeichnet werden, unterscheiden sich diese in ihrem Erscheinen. Im Übrigen sind von diesen Erkrankungen nicht nur Mädchen betroffen, sondern auch Jungen. Hier ist aber der Prozentsatz mit 15.2 Prozent deutlich geringer. Wobei von Bulimie und Anorexie nicht nur Jugendliche betroffen sein können, sondern auch erwachsene Menschen.

Anorexie und Bulimie, so unterscheiden sie sich

Bei den Krankheiten Anorexie und Bulimie handelt es sich um Essstörungen, die sich aber Unterscheiden. Die Bulimie wird häufig auch als sogenannte Ess-Brech-Sucht bezeichnet. Diese Bezeichnung der Krankheit, kommt durch ihre Erscheinungsform. Betroffene die unter Bulimie leiden haben eine normale Nahrungsaufnahme. Es gibt gegenüber Lebensmittel keinen Ekel, nicht selten kommt es sogar zu richtigen Heißhungerattacken. Doch die aufgenommene Nahrung behält eine Betroffene nicht bei sich. Vielmehr wird diese direkt im Anschluss wieder Erbrochen. Ganz anders sieht es bei der Erkrankung Anorexie aus. Hier handelt es sich auch eine Essstörung, wobei es eher eine Magersucht ist. Denn bei diesem Krankheitsbild liegt ein richtiger Ekel vor Essen vor. Aus diesem Grund kommt es in der Regel auch zu gar keiner Nahrungsaufnahme. Das hat nicht nur einen schnellen Gewichtsverlust zur Folge, sondern auch die Folgen zeigen sich schnell. Denn bei beiden Erkrankungen kommt es zu einem Mangel an notwendigen Stoffen, wie zum Beispiel Vitaminen die der Körper benötigt. Dadurch kann es zu einer ganzen Reihe von Störungen kommen. Angefangen von einem Abfall bei der Leistungsfähigkeit, über zunehmende Müdigkeit, Depressionen bis hin zu Erkrankungen aufgrund dem Vitaminmangel. Wie sich die einzelnen Symptome zeigen, kann unterschiedlich ausfallen. Letztlich muss man bei einem dauerhaften Entzug von Nahrungsmittel, mit einer zunehmenden Verschlechterung vom Gesundheitszustand rechnen. Gerade auf Dauer kann eine Mangelernährung zu einer Lebensgefahr werden.

So erfolgt die Behandlung von Anorexie und Bulimie

Die Behandlung ist je nach Schweregrad der Anorexie oder der Bulimie ein schwieriges Unterfangen. Auch weil sich Behandlungserfolge nicht leicht erzielen lassen. Vielmehr bedarf es hier viel Zeit und Geduld. So müssen die Hintergründe für die Anorexie und die Bulimie festgestellt werden. Zudem müssen bei beiden Krankheitsbildern auch die Folgen behandelt werden. Liegt zum Beispiel eine Depression vor, so kann hier eine ergänzende Behandlung mit Medikamenten notwendig sein. Die Behandlung von Anorexie und Bulimie zielt darauf ab, dass es wieder zu einer normalen Nahrungsaufnahme kommt. Gerade in der Anfangszeit kann es bei der Behandlung erforderlich sein, dass es sogar zu einer Zwangsernährung kommt.

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